#13 – Der große Google-Maps-Hack
Ein Berliner Kunstler hat mit nichts weiter als 99 Smartphones gezeigt, wie fragil digitale Kartensysteme sein konnen – und dabei eine der meistdiskutierten Tech-Geschichten des Fruhjahrs 2020 ausgelost. Lennart und Nicolas widmen dem Google-Maps-Hack einen grossen Teil von Folge 13, sprechen daruber hinaus uber smarte Kindergadgets und die EU-Entscheidung, die Apple und andere Hersteller zum einheitlichen Ladekabel zwingen soll.
Wie ein Mann Google Maps austrickste
Simon Weckert, ein Berliner Kunstler, hat mit 99 Smartphones in einem Handwagen eine eigentlich leere Berliner Strasse fur Google Maps in einen Stau verwandelt. Das System registrierte die vielen bewegten Mobilgerate als Autos und farbte die Strasse auf der Karte rot – Autofahrer wurden automatisch umgeleitet. Die Aktion war ein Kunstprojekt, zeigte aber auf charmante Art die Schwache hinter dem grossen Daten-Versprechen.
Lennart und Nicolas nutzen das als Aufhanger, um daruber zu sprechen, wie sehr wir algorithmischen Systemen vertrauen – und ob dieses Vertrauen gerechtfertigt ist. Wer navigiert, tut das heute fast blind im Vertrauen auf die Karte. Dass eine einzelne Person mit wenig Aufwand dieses System manipulieren kann, ist ein denkwurdiger Befund.
Smarte Gerate furs Kinderzimmer
Im Kinderzimmer tut sich einiges: Neben dem etablierten Tonie-System gibt es mit dem Yoto Player eine neue Alternative – eine Mischung aus TigerTouch und Tonie Box, die kinderfreundlich und intuitiv bedienbar ist. Karten steuern den Inhalt, das Display zeigt Animationen und ein Nachtlicht ist integriert. Fur Eltern, die eine Alternative zu Tonie suchen, ist der Yoto Player eine ernstzunehmende Option.
Ausserdem stellt Lennart die Luka-Eule vor – ein Audiolesegerat, mit dem Kinder Bucher einscannen und vorlesen lassen konnen. Das Gerat fordert das Lesen, ohne Bildschirmzeit zu erzeugen. Ob im Kinderzimmer uberhaupt so viel Technik sinnvoll ist, diskutieren die Hosts offen und ohne klares Ergebnis – was die Ehrlichkeit der Folge ausmacht.
Einheitliche Ladekabel – kommt da endlich was?
Die EU-Kommission hat erneut Druck auf Apple und andere Hersteller ausgeubt, einen einheitlichen Ladestandard einzufuhren. Lennart und Nicolas begrussen das ausdruecklich – zu lange haben Nutzer mit einem Kabelsalat aus Micro-USB, USB-C und Lightning gelebt. Spasseshalber merken die Hosts an, dass Le TechNic schon lange auf einheitliche Stecker gedrangt hat – und jetzt scheinbar endlich Gehur findet.
Parallel dazu macht ein Gerucht die Runde: Das iPhone 12 soll moglicherweise ganz ohne physischen Anschluss kommen. Ob das eine smarte oder eher frustrierende Losung ware, daruber sind die Hosts geteilter Meinung – Lennart sieht es als konsequenten Schritt, Nicolas als unpraktisch fur den Alltag.
Zigbee, Kurzbefehle und Apple-News
Ein praxisnahes Thema: Zigbee kann in manchen Haushalten das WLAN storen – wer beides parallel betreibt, sollte die Kanalvergabe prufen. Apple arbeitet angeblich an einer neuen Qi-Ladematte, die an das gescheiterte AirPower-Projekt erinnert. Ob der zweite Anlauf erfolgreicher wird, bezweifeln die Hosts. Und Lennart fragt Nicolas, ob er Kurzbefehle in iOS wirklich im Alltag nutzt – die Antwort fallt ernuchternd aus, liefert aber gute Tipps fur alle, die bisher noch nichts damit gemacht haben.
Fazit
Folge 13 verbindet Gesellschaftskritik mit praktischen Technik-Tipps auf unterhaltsame Weise. Der Google-Maps-Hack ist mehr als eine Kuriositat – er ist ein Denkstoss. Dazu kommen neue Impulse furs Kinderzimmer und die Hoffnung auf endlich einheitliche Stecker. Le TechNic bleibt seiner Rolle als Tech-Kompass fur den Familienalltag treu.
Jetzt reinhören
Die vollständige Podcast-Episode findest du hier: #13 – Der große Google-Maps-Hack – Le TechNic