#22 – Alexa kann jetzt auch Atombomben und Türsteher!
Es kracht mal wieder in der Smart-Home-Welt. Amazon bringt mit Ring Alarm eine vollwertige Alarmanlage nach Deutschland, während ein anderer Anbieter sang- und klanglos verschwindet: Nello, die smarte Türöffner-Lösung, stellt kommentarlos den Betrieb ein. Lennart und Nicolas nehmen in Folge 22 beide Entwicklungen unter die Lupe und diskutieren, was man daraus lernen kann – über Vertrauen in Startups und die Risiken cloud-abhängiger Smart-Home-Geräte.
Ring Alarm – die Alarmanlage ohne HomeKit, aber mit Potenzial
Amazon bringt mit Ring Alarm ein durchdachtes Sicherheitssystem auf den deutschen Markt. Das System punktet mit einem Keypad zum Scharf- und Abschalten, einer leistungsstarken Sirene und breiter Kompatibilität mit bestehenden Alexa-Geräten wie Echo Spot oder Echo Show. HomeKit fehlt zwar vollständig, aber Lausi ist trotzdem begeistert: Für alle, die bereits im Amazon-Ökosystem verwurzelt sind, ist Ring Alarm eine überzeugende Lösung. Die weite Verbreitung von Ring-Kameras und Alexa-Lautsprechern spielt dem System in die Hände – ein echter Vorteil gegenüber HomeKit-exklusiven Alternativen wie Aqara.
Lausi wäre ohne seinen bestehenden HomeKit-Aufbau sofort zu Ring Alarm gewechselt – das sagt viel über die Qualität des Systems aus. Ein Aktivierungspad, das auch HomeKit-Aktionen auslösen könnte, wäre der nächste logische Schritt für Amazon.
Nello macht dicht – eine Warnung für alle Smart-Home-Nutzer
Wer die smarte Türöffner-Lösung Nello im Einsatz hatte, erlebte ein böses Erwachen: Das Unternehmen stellte seinen Dienst kommentarlos ein – kein Hinweis, kein Plan B, keine Übergangslösung. Lennart nimmt das zum Anlass für eine grundlegende Warnung: Smarte Geräte, die ausschließlich auf Cloud-Dienste angewiesen sind, können von einem Tag auf den anderen wertlos werden, wenn der Anbieter aufgibt oder insolvent wird. Als Alternative empfiehlt sich Nuki, das ähnliche Funktionen bietet und auf einem stabilerem Geschäftsmodell steht.
iOS 14, Aqara und Radon – spannende Randthemen
Neben den großen Schlagzeilen gibt es in dieser Folge bemerkenswerte Details. Unter iOS 14 lässt sich die Ortungspräzision genau steuern: Statt des genauen Standorts kann man Apps nur eine ungefähre Position übermitteln. Außerdem erkennt das iPhone jetzt akustisch Feuer, Türklingeln oder Kindergeschrei – eine Hörhilfe, die aber für jeden nützlich ist. Besonders beeindruckend ist Aqaras neue G2H Kamera: Sie ist ab Werk HomeKit-fähig, fungiert gleichzeitig als Zigbee-Hub und bietet Personen- sowie Tiererkennung – eine Kombination, die auf dem Markt ihresgleichen sucht.
Der norwegische Anbieter AirThings misst mit kleinen Bluetooth-Geräten Radon – ein radioaktives Gas, das natürlich aus dem Boden aufsteigt und in Wohnräumen krebserregend wirken kann. In älteren Häusern mit schlecht gedämmten Böden ein durchaus relevantes Thema, das selten auf dem Radar erscheint.
Fazit
Folge 22 zeigt eindrücklich, wie schnell sich die Smart-Home-Welt verändert – in beide Richtungen. Ring Alarm bereichert den deutschen Markt um ein solides Sicherheitssystem, während Nello demonstriert, wie riskant es ist, kritische Haustechnik auf cloud-abhängigen Diensten kleiner Startups aufzubauen. Aqara zeigt derweil, wie man HomeKit von Anfang an richtig macht. Lennart und Nicolas liefern ehrliche Einschätzungen und konkrete Alternativen.
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Die vollständige Podcast-Episode findest du hier: #22 – Alexa kann jetzt auch Atombomben und Türsteher! – Le TechNic