#31 – „One more thing“ am Arsch!
Apple hat geliefert – und zwar nicht mit dem ersehnten „One more thing“, sondern mit etwas, das die gesamte Computerbranche aufhorchen lässt: dem M1 Chip. In der 31. Folge von Le TechNic nehmen Lennart und Nicolas die neuen Macs unter die Lupe und erklären, warum dieser Prozessor eine echte Zeitenwende bedeutet – auch wenn viele Fans auf AirTags, eine neue Apple TV und ein frisches Mac-Gehäuse warten mussten.
Der Apple M1 Chip: Was steckt wirklich dahinter?
Der M1 ist Apples erster selbst entwickelter Prozessor für den Mac – und er setzt neue Maßstäbe. CPU, GPU, RAM und Neural Engine sitzen auf einem einzigen System-on-Chip und arbeiten eng verzahnt zusammen. Das Ergebnis: doppelte Leistung bei halbem Energieverbrauch. MacBook Air, MacBook Pro 13 Zoll und der Mac Mini erhalten den Chip als erste Modelle. Das MacBook Air läuft dabei völlig lautlos, weil kein Lüfter mehr nötig ist. macOS Big Sur startet auf dem M1 so schnell, dass das System hochgefahren ist, bevor man den Deckel vollständig aufklappt.
Lennart und Nicolas sind sich einig: Wer ein 13-Zoll-Gerät sucht, sollte jetzt kaufen. Wer auf ein 14- oder 16-Zoll-Modell hofft, muss sich bis mindestens Ende 2021 gedulden. Die großen MacBook Pros kommen erst mit dem nächsten Chipschritt.
iOS Apps auf dem Mac – ein neues Ökosystem entsteht
Ein wenig beachtetes, aber wichtiges Feature des M1-Übergangs: iPhone- und iPad-Apps laufen nativ auf dem Mac. Das klingt zunächst nach einem Gimmick, öffnet aber eine gewaltige Tür für Entwickler. Adobe ist von Anfang an dabei, Universal Apps für Intel und Apple Silicon laufen parallel. Sicherheit spielt dabei eine zentrale Rolle – Apple hat den Schutz bis in den tiefen Code hinein verankert.
Was sonst noch wichtig war
Die EU möchte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Messengern aufweichen – für Lennart und Nicolas ein klarer Schritt in die falsche Richtung. Netflix zieht erneut die Preise an, und Cyberport startet ein Apple-Abo-Modell, bei dem man Geräte leasen statt kaufen kann. Ein Startup namens „Keks“ bringt drahtlose Kinderkopfhörer nach dem Tonies-Prinzip auf den Markt. Der HomePod soll 2021 in überarbeiteter Form zurückkehren, und WhatsApp bekommt künftig eine Funktion zum automatischen Löschen von Nachrichten.
Fazit
Folge 31 ist eine Pflichtfolge für alle, die verstehen wollen, warum der M1 mehr als ein Marketing-Versprechen ist. Lennart und Nicolas erklären verständlich, was der Chip-Wechsel langfristig bedeutet – für Entwickler, Nutzer und die gesamte PC-Industrie. Das erhoffte „One more thing“ blieb aus, doch was Apple stattdessen lieferte, wiegt schwerer als jedes neue Gehäusedesign.
Jetzt reinhören
Die vollständige Podcast-Episode findest du hier: #31 – „One more thing“ am Arsch! – Le TechNic